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Für bessere Chancen

Der Anteil der Arbeiterkinder an den Hochschulen hat seit den siebziger Jahren kontinuierlich abgenommen. Studiengebühren der Länder, hohe Mietkosten in den Städten und wenig Studentenjobs auf dem Arbeitsmarkt machen es nicht nur für Kinder aus Familien mit niedrigen Einkommen immer schwerer und für Schüler, deren Eltern lediglich ein Arbeitslosengeld II zur Verfügung steht schier unmöglich. Wichtiges Wissen bleibt somit wirtschaftlich und gesellschaftlich ungenutzt.
Mit Unterstützung der Universität Hamburg wurde daher die Initiative „Arbeiterkind.de" ins Leben gerufen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche aus Arbeiter- und Migrantenfamilien auf ihrem Bildungsweg zu begleiten und zu unterstützen. Dazu benötigt die Initiative bundesweit ehrenamtlich aktive Mentoren.

„Als Katholische Arbeitnehmer-Bewegung wollen wir unsere Mitglieder ermuntern, selbst oder in Gemeinschaft als Mentoren wirksam zu werden", so KAB-Bundesvorsitzende Birgit Zenker. Gleichzeitig machte Zenker noch einmal deutlich, dass Bund und Länder sich nicht aus der Verantwortung ziehen dürfen, das deutsche Bildungssystem gerechter und durchlässiger nach oben zu gestalten. Sie erinnerte erneut daran, dass die Abschaffung der Studiengebühren ein wichtiger Schritt ist, mehr Kinder aus Arbeiterfamilien zum Studium zu führen. „Es reiche nicht aus", so Zenker, „dass staatlich Stiftungen wie die Hanns-Seidel- (CSU), der Friedrich-Ebert- (SPD), der Heinrich-Böll-Stiftung (Grüne) oder die Stiftung „Die Freiheit" (FDP) Stipendien anbieten und gleichzeitig mit den politischen Entscheidungen ihrer Mandatsträger den Zugang zu Hochschulen erschwerten."
Infos für Mentoren und Studierende gibt es unter www.arbeiterkind.de
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